Der zerbrochne Krug
Ein Gesicht von der Seite. Es ist aus Gips und auf dem schwarzen Boden zersprungen.
© Manuel Wagner

Der zerbrochne Krug

Lustspiel von Heinrich von Kleist

Gerichtstag in Huisum. Richter Adam muss den Fall von Eves zerbrochnem Krug verhandeln. Den soll Ruprecht, ihr Verlobter, zerschlagen haben. Oder war alles ganz anders? Kleists Lustspiel zeigt männlichen Machtmissbrauch in seiner reinsten Form.

Am Prozesstag klagt Marthe Rull Ruprecht vor Gericht an. Er hat in der Nacht einen Krug im Zimmer ihrer Tochter Eve zerbrochen. Dem übernächtigten Richter Adam, schwer gezeichnet von Wunden, ist die Sache lästig. Doch sein Vorgesetzter, Gerichtsrat Walter, zwingt ihn, den Fall zu verhandeln. Während Eve beharrlich schweigt, versucht Adam die Angelegenheit als Bagatelle zu vertagen. Bald fragt sich nicht nur Gerichtsrat Walter, ob Richter Adam nicht mehr weiß als es scheint?

Der zerbrochne Krug ist ein grotesker Kampf um die Vermeidung der Wahrheit. Da trifft Rechthaberei auf Willkür, Sturheit auf pedantische Bedenklichkeit. Durch seine bildhafte, pointenreiche Sprache zieht Kleists Lustspiel die Zuschauer*innen noch immer in seinen Bann.


Dauer
1 Stunden 30 Minuten

keine Pause

Altersempfehlung
ab 14 Jahren


Wir danken dem Freundeskreis für die freundliche Unterstützung der Vorstellungen mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache.

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Begleitmaterial (.pdf)


Mit Einführung
Video

DGS-Symbol DGS Erklärvideo

Wir zeigen das Stück mit Simultanübersetzung in Deutsche Gebärdensprache. Auch die Einführung wird übersetzt. Es gibt zwei Termine.

12.01.2026 | 19.30 Uhr - Tauberbischofsheim
19.03.2026 | 19.30 Uhr - Bruchsal

Einführung: 19 Uhr

Video

Der zerbrochne Krug leicht erklärt

Es findet eine Gerichtsverhandlung statt. In Eves Zimmer wurde in der Nacht ein Krug zerbrochen. Ruprecht soll es getan haben. Eves Mutter will, dass er bestraft wird. Der Richter Adam will nicht verhandeln. Er sagt: Das ist nicht so schlimm. Aber stimmt das?

Der Chef des Richters sagt: Du musst verhandeln. Richter Adam hat viele Wunden. Eve will nichts sagen. Vielleicht weiß der Richter, was wirklich passiert ist, aber er sagt es nicht.

In dem Stück geht darum, dass Menschen die Wahrheit verbergen wollen. Es geht darum, dass Männer mit Macht versuchen, diese gegen Frauen auszunutzen.

Mi, 13.01.2027
19.30 Uhr
Balingen
Stadthalle
19.30 Uhr | Stadthalle
Mit Einführung
Do, 28.01.2027
20.00 Uhr
Offenburg
Oberrheinhalle
20.00 Uhr | Oberrheinhalle
Di, 16.02.2027
19.00 Uhr
Villingen-Schwenningen
Theater am Ring
19.00 Uhr | Theater am Ring
Mi, 10.03.2027
19.00 Uhr
Remchingen
Kulturhalle
19.00 Uhr | Kulturhalle

Besetzung

Inszenierung: Friederike Drews

Bühne & Kostüm: Ev Benzing

Sound-Design: Georg Fleischfresser

Lichtgestaltung: Tilo Schwarz

Walter (Gerichtsrat): Thilo Langer

Adam (Dorfrichter): Frank Siebers

Licht (Schreiber): Tobias Gondolf

Frau Marthe Rull: Evelyn Nagel

Eve (Marthes Tochter): Laura Brettschneider

Ruprecht Tümpel: Martin Behlert

Frau Brigitte: Madeline Hartig